Reisebericht aus Rovinj

Wir sind in den letzten Jahren bereits fünf Mal in Kroatien gewesen, allerdings immer in Dalmatien, also im südlichen Teil von Kroatien. Dieses Jahr haben wir uns zum ersten Mal für Istrien entschieden, da wir bisher an der Halbinsel immer nur vorbei gefahren sind.
Aber schon auf unseren Fahrten vom Norden in den Süden konnten wir die Unterschiede feststellen. Der Süden ist ja geprägt durch das Karstgebirge, das direkt zum Meer abfällt. Die Küstenorte Istriens dagegen haben eher italienisches Flair, auch wenn die Westküste, wo wir waren, ebenfalls stark zerklüftet ist.

Wir hatten dieses Mal auch nicht so viel Zeit und haben uns deshalb für einen festen Standort entschieden. Der fiel auf den Küstenort Rovinj, eine mittelgroße Stadt mit cirka 14.000 Einwohnern. Tatsächlich sind fast 20% davon Italiener. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum Rovinj die italienischste Stadt Kroatiens genannt wird.

Die Stadt hat eine sehr schöne Lage am Adriatischen Meer. Die Altstadt von Rovinj wurde einstmals auf einer vorgelagerten Insel erbaut und im 18. Jahrhundert durch Aufschüttung mit dem Festland verbunden. Außerdem gibt es auch noch den Limski Kanal oder auch Limbuch genannt. Das ist ein Meeresarm zwischen Rovinj und Vrsar.

Die wunderschöne Altstadt von Rovinj ist sehr pittoresk an einem Hang gelegen. Die schmalen Gassen führen entsprechend steil hinauf, was sich aber unbedingt lohnt. In den teilweise mittelalterlichen Häusern reiht sich eine Galerie an die andere und der Ausblick von oben ist fantastisch, insbesondere von dem weithin sichtbaren Turm der Kirche der Heiligen Euphemija!

Sehr genossen haben wir auch unsere täglichen Spaziergänge auf der weitläufigen Uferpromenade "Obala": eine richtige Flaniermeile mit vielen Straßencafés. Auch dort konnte man das "Italienische" dieser Stadt sehen: besonders am Freitag- und am Samstagabend ist sie ein richtiger Laufsteg. Auch den quirligen Fischereihafen und die Marina werden wir bestimmt bald wieder besuchen!